Silicon Valley auf der Plöcking


Erst 2013 wurde die mehrfach geschützte Plöcking in Maria Gugging als Alternativstandort für den am Weißen Hof geplanten Golfplatz als ungeeignet eingestuft. Nun plant die NÖ Wirtschaftsagentur Eco-plus einen 18.000m² großen Technologiepark.

Gründe für die Fragwürdigkeit des Projekts

Die Plöcking, gelegen an der Kreuzung B14/Hintersdorferstraße, ist nicht nur ein beliebtes Wanderziel; vielmehr ist sie ein wertvoller und ein mehrfach geschützter Höhenrücken:

  • Europaschutzgebiet Natura 2000-Vogelschutzgebiet
  • Landschaftsschutzgebiet (NÖ Naturschutzgesetz 2000 idgF)
  • Biosphärenpark Wienerwald (UNESCO)
  • Naturpark Eichenhain

Erst 2013 wurde die Plöcking aufgrund dieses Mehrfachschutzes und ihrer landwirtschaftlich wertvollen Böden als Alternativstandort für den am Weißen Hof geplanten Golfplatz als ungeeignet eingestuft (Strategische Umweltprüfung „Golfplatz Weißer Hof“).

Nun soll auf der Plöcking jedoch auf einer Fläche von ca. 18.000 m², den ansteigenden Höhenrücken hinauf, ein Eco-plus-Technologiepark (Schlagwort Erweiterung des ISTA) mit bis zu 16,05 m hohen Betriebsgebäuden errichtet werden. Diese bis zu 16,05 m hohen Betriebsgebäude würden das umliegende Wohngebiet weithin sichtbar überragen und somit das geschützte Landschaftsbild zerstören. Dazu kämen noch lärmende Rückkühler und Diesel-Netzersatzanlagen sowie eine drastische Zunahme des Verkehrs, sowohl während der Bauzeit als auch danach.

Darüber hinaus sind Klosterneuburg und die Plöcking Feinstaub-Sanierungsgebiete für die das Verschlechterungsverbot gilt.

In der NÖN-Umfrage Juni 2016 haben sich 59% gegen diesen Technologiepark ausgesprochen, da er ein zu massiver Eingriff in die Umwelt wäre.

Weiterführende Informationen:

  • Der Bebauungsplan kann als Höhenschichtplan hier heruntergeladen werden: Herunterladen
  • NÖN-Artikel „Technologiepark: Fluch oder Segen?“ vom 08.06.2016: [externer Link]